Alltagsbegleiter gem. § 53c SGB XI (§87b SGB XI a. F.)

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Unsere Alltagsbegleiter/-innen, die nach den Richtlinien des § 53c SGB XI (früher § 87b Abs. 3 SGB XI) praxisorientiert ausgebildet werden,  arbeiten als Betreuungskräfte in Alten– und Pflegeheimen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, die Lebensqualität dementiell erkrankter Menschen zu verbessern indem sie ihnen helfen, den Alltag zu meistern.

Seit 2017 haben nach § 43b SGB XI alle Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen nach Maßgabe von §§ 84 Abs. 8 und 85 Abs. 8 SGB XI Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung, die über die nach Art und Schwere der Pflegebedürftigkeit notwendige Versorgung hinausgeht.

 

Zielgruppe

Der Lehrgang wendet sich sowohl an arbeitslose Männer und Frauen, die bereits eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin/zum Altenpflegehelfer abgeschlossen haben als auch an Seiteneinsteiger in den Betreuungsbereich. Angesprochen werden hier insbesondere Personen, die bereits Erfahrung im Umgang mit Pflegebedürftigen haben und somit über ein hohes Maß an organisatorischen und sozialen Kompetenzen verfügen. Die in bisherigen Aufgabenfeldern gewonnene Lebenserfahrung ist eine wichtige Voraussetzung für den künftigen Bereich einer Alltagsbegleiterin/eines Alltagsbegleiters. Fehlt diese Erfahrung, wird von uns im Vorfeld des Lehrganges ein Orientierungspraktikum in einem Pflegeheim organisiert, um die Eignung für eine entsprechende Tätigkeit abzuklären.

 

Lehrgangsziele

Im Lehrgang werden die Teilnehmenden befähigt, Alltagssituationen für Demenzkranke angemessen zu gestalten. Den Pflegebedürftigen soll durch mehr Zuwendung, zusätzliche Betreuung und Aktivierung eine höhere Wertschätzung entgegen gebracht, mehr Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden. Neben dem Grundwissen über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder (u.a. Demenz) werden ihnen deshalb Handlungskompetenzen in Beziehungsgestaltung, Milieugestaltung und Kommunikation vermittelt.

Bei diesem Ansatz steht die Begleitung von Demenzerkrankten im Vordergrund. Pflegerisches Grundwissen wird so weit vermittelt, wie es die Mitarbeiter/innen im Sinne einer begleitenden Haltung benötigen. Weiterführende pflegerische Handlungen gehören nicht in den Verantwortungsbereich von Alltagsbegleitern.

 

Lehrgangsaufbau

Der Gesamtlehrgang umfasst 16 Wochen, davon 312 Unterrichtsstunden Theorie und ein 2-wöchiges Praktikum (48 Unterrichtsstunden). 

In Teilzeit, Montag - Freitag von 8:00 - 12:00 Uhr oder nach Absprache

 

Inhalte—Fachtheorie und Fachpraxis:

  • Grundkenntnisse der Pflege und Pflegedokumentation
  • Grundkenntnisse über Demenzerkrankungen, psychische Erkrankungen, geistige Behinderungen sowie typische Alterserkrankungen
  • Psychologie
  • Hauswirtschaft und Ernährungslehre
  • Grundkenntnisse der Kommunikation und Interaktion
  • Erste Hilfe
  • Rechtskunde
  • Beschäftigungsmöglichkeiten und Freizeitgestaltung für Menschen mit Demenzerkrankung
  • Aktivierung/Mobilisierung von Pflegebedürftigen

 

Die Dozenten

Unsere Dozenten sind alle examiniert und kommen aus der Praxis. Sie sind u.a. Lehrer an Fachschulen für Krankenpflege, examinierte Krankenschwestern mit Lehrbefähigung, Dipl. Psychologen, Altenpfleger und Sozialpädagogen.

 

Förderung über: 

  • Bildungsgutschein der Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter
  • Deutsche Rentenversicherung